Was ist ein Edelstein?

 Ein Edelstein wird generell als ein Mineral definiert, das aufgrund seiner Schönheit, Langlebigkeit und Seltenheit einen hohen Wert besitzen, als Schmuck Verwendung finden und auf bestimmte Weise aufgewertet wurden, indem man seine Form verändert hat - meist durch Schleifen und Polieren. Schleifen und Polieren bedeutet Veredlung einer manchmal sonst unscheinbaren Rohware. Eine weitere Definition schliesst Gesteine wie Obsidian und organische Materialien wie Bernstein (fossiles Harz) ein. Die grosse Mehrzahl der Edelsteine ist jedoch aus Kristallen von Mineralien geschnitten. Wertvolle Metalle gelten nicht als Edelsteine, ebenso wenig gravierte Objekte, die nicht als Schmuck dienen, wie Figuren, Schalen und Vasen.

Es gibt einige hundert selbständige Edelsteinarten. Die Zahl der Varietäten ist etwa doppelt so hoch. Immer wieder werden neue Mineralien mit Edelsteinqualität gefunden.

Schönheit

Schönheit ist die wichtigste Qualität eines Edelsteins. Doch sie ist subjektiv: Während manche das Zusammenspiel von Licht und Farbe begeistert, schwärmen andere für einen komplizierten Schliff. Bei einer fast unendlichen Kombinationen von Farben, Form und Feuer (dem Spiel des Lichts) sind Edelsteine ästhetisch sehr vielseitig.

Langlebigkeit

Härte oder Festigkeit ist eine wünschenswerte Qualität eines Edelsteins, denn sie lässt auf dauerhaften Wert hoffen. Manche Edelsteine erfordern Pflege. Steine, die nicht splittern oder zerkratzen, können verblassen, wenn man sie lange direktem Licht aussetzt, manche bekommen bei Trockenheit Risse, andere wiederum nehmen durch Säuren Schaden.

Seltenheit

Ein Edelstein kann aus verschiedenen Gründen selten sein. Das Material selbst kann selten vorkommen, wie beim Smaragd, oder ein häufigeres Material tritt in einer ungewöhnlichen Farbe oder Reinheit  auf. Manche besonders weichen oder fragilen Steine sind lediglich in geschliffener Form selten, da nur herausragende Edelsteinschleifer sie bearbeiten können.

Weitere Aspekte

In einer Krone gefasst, sind Edelsteine Machtsymbole. Sie können aufgrund ihrer Geschichte oder der Umstände ihrer Herkunft wertvoll sein. Auch Verbindungen zu Astrologie oder Mystik, geologische Zusammenhänge oder Modeaspekte machen sie begehrenswert.

Synthetische Steine

Synthetische Edelsteine sind physikalisch, chemisch und optisch mit natürlichen identisch, stammen aber aus dem Labor. Die Herstellung erfolgt entweder durch Schmelzen oder in einer Lösung. Beim Schmelzen wird ein Pulver, chemisch das Äquivalent eines natürlichen Minerals, bei grosser Hitze verflüssigt und anschliessend in kristalliner Form gefestigt. Bei der Herstellung in einer Lösung werden Substanzen in anderen Substanzen  gelöst. Die Anwendung von Hitze bewirkt, dass die Lösung in kristalliner Form ausfällt. Bei beiden Methoden wachsen die Kristalle auf einem Impfkristall, wenn die Temperatur sinkt.